Bones - Der Knochen im Zentrum osteopathischen Denkens
Der Knochen im Zentrum osteopathischen Denkens
Für die meisten unter uns begann die Lehre der Anatomie mit den Knochen.
Jede Wölbung, Rille, Kamm und Loch bekam einen Namen und wurde in Relation zu einem bestimmten Muskel, Ligament, einer Faszie oder arteriellen Struktur gestellt.
Somit wurde der Knochen zu dem passiv tragenden Gerüst unseres Körpers.
Durch neuste wissenschaftliche Erkenntnisse wandelt sich der passiven Knochen in ein hochdynamisches, interaktives, sekretierendes Organ, das wie keine anderen Gewebe für die osteopathische Vorgehensweise geeignet ist.
Andrew Taylor Still stützt sich in seiner osteopathischen Philosophie auf 3 Grundsätze:
- die Selbstregulation und –heilung
- die Läsion
- die Regel der Arterie.
In einer seiner letzten persönlich publizierten Definitionen behauptet er, dass die klinische Untersuchung des Knochens Aufschluss über die pathologischen Bedingungen gibt.
Weiterhin motivierte er mit seinem historisch bekannten „Dig on“ alle OsteopathInnen, mit Respekt der philosophischen Ansätze, seine Arbeit weiterzuführen.
Seit Jahren beschäftigt sich Jo Buekens intensiv damit, die von Still überlieferten Texte und Ideen durch aktuelle Publikationen und Wissen zu bestätigen oder zu adaptieren. Das Resultat zeigt sich in einer osteopathischen Arbeit, die täglich am Patienten integriert werden kann und natürlich in seinem 2021 veröffentlichen Buch "Bone- the best kept secret".
Mit Begeisterung vermittelt er zuerst die angewandte Embryologie und Physiologie des Knochens, damit im zweiten Schritt Begriffe wie Kraftübertragung, Knochenmotilität und Spannungsregulation sich zu diagnostischen und therapeutisch osteopathischen Werkzeugen entwickeln, die darüber hinaus den kompletten Inhalt der 3 richtungsgebenden Grundsätze A.T. Stills verkörpern.
• Die Definition der Osteopathie im Sinne von A.T. Still
• Die Grundsätze von A.T. Still damals und jetzt
• Von pathologischen Bedingungen zur Pathologie
• Von angewandter Embryologie und Physiologie zur Knochenpalpation
• Aktuelle wissenschaftlich unterstützte Erkenntnisse zum Thema Knochen
• Der Knochen als Dirigent
• Die Palpation der Knochen und Knochen verstehen
• Differentialdiagnostische Vorgehensweise
• Unterschiedliche Sichtweisen der intraossären Arbeit der Knochen
• Knochen als Spannungsregulator
• Knochen und die Kraftübertragung
• Die Bedeutung und Umsetzung des Erlernten für die tägliche Praxis
• Aktionsbereiche und Grenzen dieser Arbeit
• Techniken für die osteopathische Arbeit, die sich aus diesen Überlegungen ergeben
• Becken und Hüften; WS; Knie; Thorax; Kopfgelenke; Schädel
Jo Beukens vermittelt in seiner bekannt leidenschaftlich, dynamischen Art neuste wissenschaftliche Erkenntnisse kombiniert mit Reflexion der und für die osteopathische Historie.
Kursdetails
| Datum (Beginn) | Donnerstag, 07.05.2026 09:00 |
| Datum (Ende) | Sonntag, 10.05.2026 15:00 |
| Kosten | 760,00 € |
| Sprache | Deutsch |
| Zielgruppe | OsteopathInnen |
| Kurszeiten |
Donnerstag: 9:00-13:00 und 14:00-17:30 Freitag: 9:00-13:00 und 14:00-17:30 Samstag: 9:00-13:00 und 14:00-17:30 Sonntag: 9:00-13:00 und 13:30-15:00 |
| Ort | WSO - Wiener Schule für Osteopathie |
Vortragende
Jo Buekens
MSc D.O.
Berufliche Laufbahn
seit 2016 Schwerpunkt seines Unterrichtens auf postgradualen, praxisorientierte Workshops, die den Knochen ins Zentrum des osteopathischen
Denkens stellen
seit 1999 Vortragender am College Sutherland, an der WSO, und am Japanese Traditional Osteopathic College
seit 1994 Osteopath in Luxemburg
Wissenschaftliche Arbeit & Veröffentlichungen
• Mitgründer und 5 Jahre Vorsitzender der Association Luxembourgeoise des Diplômés en Osteopathie (ALDO)
• 2004 erschien sein Buch „Osteopathische Diagnose und Behandlung“ (Hippocrates Verlag)
• 2020 Publikation „Bone - The Best-Kept Secret“ (School of Bones – Publisher and Promotion)
• Autor von mehreren Artikeln in diversen osteopathischen Zeitschriften
Sein Interesse gilt der osteopathischen Philosophie, der Knochenphysiologie und -biodynamik, der angewandten Anatomie und Embryologie sowie der Pathophysiologie